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Ladestation im Winter: Tipps für kalte Tage

Ladestation im Winter: Tipps fuer kalte Tage

So funktioniert Ihr Solar-Ladesystem auch in der kalten Jahreszeit zuverlässig.

Kälte und E-Auto-Batterie: Was passiert physikalisch?

Bei niedrigen Temperaturen verlangsamt sich die chemische Reaktion in den Lithium-Ionen-Zellen des Fahrzeugakkus. Die Ionen bewegen sich träger durch den Elektrolyten, der innere Widerstand steigt. Das hat zwei direkte Auswirkungen: Die nutzbare Kapazität sinkt um 10–30 % (bei −10 °C verliert ein 60-kWh-Akku effektiv 6–18 kWh), und die maximal mögliche Ladeleistung wird vom Batteriemanagementsystem (BMS) gedrosselt, um Schäden an den Zellen zu vermeiden.

In der Schweiz ist das besonders relevant: Im Mittelland fallen die Temperaturen im Winter auf −5 bis −15 °C, in den Bergkantonen (Wallis, Graubünden, Uri) bis unter −20 °C. Wer sein E-Auto über Nacht draussen stehen lässt, muss morgens mit deutlich reduzierter Ladeleistung rechnen. Die Wallbox selbst funktioniert problemlos – gängige Modelle wie ABB Terra AC, Easee Home und Zaptec Go sind für Betriebstemperaturen bis −30 °C ausgelegt.

Vorkonditionierung: Der wichtigste Winter-Tipp

Fast alle modernen E-Autos bieten eine Vorkonditionierungsfunktion: Über die Fahrzeug-App oder einen Abfahrtstimer heizt das Auto die Batterie und den Innenraum vor, während es noch am Ladekabel hängt. Der Strom dafür kommt aus der Wallbox, nicht aus dem Akku. Die Vorkonditionierung kostet je nach Fahrzeug und Aussentemperatur 1–4 kWh und bringt dafür massive Vorteile: Die volle Ladeleistung steht sofort zur Verfügung, die Reichweite steigt um 15–25 %, und der Innenraum ist warm.

Aktivieren Sie die Abfahrtszeit in Ihrer Fahrzeug-App auf täglich 07:00 Uhr (oder wann immer Sie losfahren). Das Auto beginnt 30–60 Minuten vorher automatisch mit dem Aufheizen. Bei einer Wallbox mit PV-Anbindung nutzt das Smart-Charging-System idealerweise günstigen Nachtstrom für die Vorkonditionierung, falls kein Solarstrom verfügbar ist.

Solarproduktion im Winter: Weniger, aber nicht null

Viele PV-Besitzer unterschätzen die Winterproduktion. Richtig ist: November bis Januar liefern nur 12–18 % des Jahresertrags einer 10-kWp-Anlage. Aber an klaren Wintertagen kann die Produktion durchaus 20–35 kWh erreichen – genug für 120–200 km Reichweite. Besonders in Bergregionen profitieren PV-Anlagen von der höheren Einstrahlung (Reflexion vom Schnee, dünnere Atmosphäre) und den kühleren Modultemperaturen, die den Wirkungsgrad steigern.

Ein Batteriespeicher ist im Winter besonders wertvoll: Er sammelt den begrenzten Solarstrom der kurzen Tage und gibt ihn am frühen Abend fürs Laden frei. So nutzen Sie auch im Dezember noch Solarstrom für Ihr E-Auto, statt voll auf den teuren Netzstrom angewiesen zu sein. In der Gesamtjahresbetrachtung reduziert das Überschussladen Ihre Ladekosten auch im Winter spürbar.

Winterfeste Wallbox: Worauf achten?

Für den Ausseneinsatz in der Schweiz muss eine Wallbox folgende Anforderungen erfüllen:

Reichweite im Winter: Realistische Erwartungen

Im Schweizer Winter müssen Sie mit 15–30 % mehr Verbrauch rechnen als im Sommer. Ein Fahrzeug, das im Sommer 16 kWh/100 km verbraucht, benötigt im Winter 19–21 kWh/100 km. Die Gründe: Heizung des Innenraums (2–4 kW Dauerleistung), Batterietemperierung und höherer Rollwiderstand auf nassen oder verschneiten Strassen. Für die Strecke Zürich–Bern (125 km) braucht ein typisches E-Auto im Winter 25–27 kWh statt 20–22 kWh im Sommer.

Praktische Tipps für den Winterbetrieb: Nutzen Sie die Sitzheizung statt der Luftheizung (spart 50–70 % Heizenergie). Laden Sie morgens an der Wallbox auf mindestens 80 %, bevor Sie losfahren. Planen Sie auf längeren Strecken einen Ladestop mehr ein. Und nutzen Sie die Vorkonditionierung, um die maximale Ladeleistung beim Zwischenladen an öffentlichen Schnellladestationen zu erreichen. So meistern Sie den Schweizer Winter mit Ihrem E-Auto und Ihrer Solar-Ladestation problemlos.

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