
Alle aktuellen Förderprogramme für E-Auto-Ladestationen in Schweizer Kantonen im Überblick.
Kantonale Förderprogramme im Detail
Die kantonale Förderlandschaft für Ladestationen ist in der Schweiz äusserst vielfältig. Nicht jeder Kanton hat ein eigenes Programm, doch die Tendenz zeigt klar nach oben. Hier die wichtigsten kantonalen Förderungen Stand 2026:
- Zürich: Fördert Ladestationen in bestehenden Mehrfamilienhäusern mit bis zu CHF 3’000 pro Stellplatz. Die Grundinstallation (Zuleitungen, Lastmanagement) wird mit bis zu CHF 5’000 unterstützt.
- Waadt: Bietet CHF 500–2’000 für die Installation einer Ladestation in Kombination mit einer PV-Anlage. Zusätzlich gibt es einen Bonus für bidirektionale Wallboxen.
- Basel-Stadt: Übernimmt bis zu 50 % der Installationskosten für Ladeinfrastruktur in bestehenden Gebäuden, maximal CHF 4’000 pro Ladepunkt.
- Bern: Fördert die Grundinfrastruktur für E-Mobilität mit bis zu CHF 2’000 und bietet Zuschüsse für Beratungsleistungen bei Mehrfamilienhäusern.
- Genf: Betreibt ein umfassendes Programm mit pauschalen Zuschüssen von CHF 1’500–3’000 für private und halböffentliche Ladestationen.
- Luzern und St. Gallen: Bieten Beratungsgutscheine im Wert von CHF 500–1’000 für die Planung von Lade-Infrastruktur in Wohnliegenschaften.
Steuerliche Vorteile richtig nutzen
Neben den direkten Fördergeldern bietet die Schweiz erhebliche steuerliche Vorteile. Die Investitionskosten für Solaranlagen und Ladestationen gelten als energetische Sanierungsmassnahmen und können vollständig von der Einkommenssteuer abgezogen werden. Das umfasst:
- Die Wallbox selbst (z. B. Easee Home für CHF 1’390 oder ABB Terra AC für CHF 1’600)
- Die Verkabelung vom Verteilerkasten zum Stellplatz
- Den Netzanschluss und eventuelle Aufrüstung der Hausinstallation
- Das Energiemanagementsystem (HEMS) für die Ladesteuerung
- Das dynamische Lastmanagement bei Mehrfamilienhäusern
So stellen Sie den Förderantrag
Der Antragsprozess variiert je nach Kanton, folgt aber einem ähnlichen Muster. Entscheidend ist: Reichen Sie den Antrag immer vor Baubeginn ein. Nachträgliche Gesuche werden in den meisten Kantonen abgelehnt. So gehen Sie vor:
- Schritt 1: Holen Sie Offerten von mindestens zwei zertifizierten Installateuren ein, die PV-Anlage und Wallbox-Installation aus einer Hand anbieten.
- Schritt 2: Reichen Sie das Fördergesuch beim kantonalen Energieamt oder über die Online-Plattform des Gebäudeprogramms ein. Legen Sie die Offerte, den Situationsplan und den Grundrissplan bei.
- Schritt 3: Warten Sie die Förderzusage ab (4–12 Wochen je nach Kanton), bevor Sie den Auftrag erteilen.
- Schritt 4: Nach Abschluss der Installation reicht Ihr Elektroinstallateur die Installationsanzeige (IA) beim Netzbetreiber und die Pronovo-Anmeldung ein.
- Schritt 5: Reichen Sie die Schlussrechnung beim Kanton ein und erhalten die Fördergelder innert 4–8 Wochen.
Spezielle Förderungen für Mehrfamilienhäuser
Der grösste Förderhebel liegt bei Ladestationen in Mehrfamilienhäusern. Hier sind die kantonalen Zuschüsse besonders grosszügig, weil der Bund den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Mietwohnungsbereich priorisiert. Die Grundinstallation – also Zuleitungen, Lastmanagement und Zählerinfrastruktur – wird in Zürich und Bern mit bis zu CHF 5’000 gefördert. Die Stockwerkeigentümerversammlung benötigt seit der Revision des Wohneigentumsrechts nur noch eine einfache Mehrheit für den Beschluss.
Für Vermieter lohnt sich die Investition doppelt: Einerseits steigert die Ladeinfrastruktur den Immobilienwert um 3–5 %, andererseits können die Kosten steuerlich abgesetzt werden. Systeme mit dynamischem Lastmanagement wie die Zaptec-Plattform oder ABB Terra AC mit vernetzter Steuerung verhindern eine Überlastung des Hausanschlusses, auch wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden.
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